Alternative Modelle der Vergabe von Start- und Landerechten im Luftverkehr

Alternative Modelle der Vergabe von Start- und Landerechten im Luftverkehr

von Christoph Naumann

1. Auflage 2012
224 Seiten, Hardcover
Carl Heymanns Verlag

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Produktinformationen "Alternative Modelle der Vergabe von Start- und Landerechten im Luftverkehr"
Besonders an überlasteten Flughäfen müssen Start- und Landerechte (sogenannte Slots) zugeteilt werden, da die Nachfrage die Kapazität übersteigt. Da der Luftverkehr unverändert ein Wachstumsmarkt ist, verschärft sich die Knappheit immer weiter und kann zumindest im dicht besiedelten Europa nicht durch einen unbegrenzten Ausbau von Start- und Landebahnen nahe von Ballungszentren gelöst werden. Die Zuteilung von Slots ist aber für Luftverkehrsunternehmen als Marktzugangsvoraussetzung von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung.
Im ersten Kapitel wird die derzeitige Rechtslage bei der Vergabe von Start- und Landerechten in der Europäischen Union dargestellt, ergänzt um Regelungen des deutschen Rechts. Das zweite Kapitel erörtert die Rechtsschutzmöglichkeiten, die sich einer Luftverkehrsgesellschaft bieten, einen beantragten, aber nicht erhaltenen Slot gerichtlich zu erstreiten bzw. der »Entziehung« (also der Entscheidung, dieser Airline das Start- und Landerecht nicht wieder zuzuteilen) eines Slots durch eine Klage entgegenzuwirken.

Im dritten Kapitel wird dargelegt, warum die derzeitige Rechtslage dem in Art. 119 Abs. 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union formulierten Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb – im vorliegenden Kontext des freien Dienstleistungsverkehrs – aus Sicht der Europäischen Union möglicherweise nicht genügt. Weiter wird erörtert, mit welchen Gesetzgebungsinitiativen auf der Ebene des Rechts der Europäischen Union versucht wurde und werden soll, die Rechtslage zu ändern. Im vierten Kapitel werden die zahlreichen bisher erdachten alternativen Vergabeverfahren daraufhin überprüft, ob sie grundsätzlich politisch erwünscht, rechtlich möglich, volkswirtschaftlich sinnvoll und praktisch durchführbar sind. Neben verschiedenen administrativen Verfahren werden insbesondere auch marktbasierte Verfahren wie Auktionen von Start- und Landerechten analysiert.

Im fünften Kapitel wird dargelegt, dass das international einheitliche Verfahren der Slotvergabe ein sog. autopoietisches System ist. Autopoiese bedeutet aus dem Griechischen übersetzt Selbstgestaltung. Autopoietisch sind Systeme, die selbsterschaffend und -erhaltend sind. Anders formuliert sind es Systeme, welche »die Elemente, aus denen sie bestehen, durch die Elemente, aus denen sie bestehen, selbst produzieren und reproduzieren«. Im sechsten Kapitel werden die Konsequenzen aus den Ergebnissen der vorhergehenden Kapitel gezogen und analysiert, welches sinnvolle alternative Vergabeverfahren wie ausgestaltet sein muss, um es tatsächlich zu implementieren.

Die Arbeit konzentriert sich im Wesentlichen auf die Vergabe der Start- und Landerechte aus europäischer Perspektive. Zur Konkretisierung werden verschiedentlich Zahlen, Daten und Fakten aufgeführt, wobei ein Schwerpunkt auf dem Flughafen Frankfurt/Main als größtem deutschen Verkehrsflughafen und auf die Deutsche Lufthansa als größtes deutsches Luftverkehrsunternehmen gelegt wird.

Schriften zum Luft- und Weltraumrecht (SLW) - Studies in Air and Space law - Etudes de Droit Aérien et Spatial:
Volume 32

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Kurzinformationen
  • Carl Heymanns Verlag
  • 978-3-452-27848-7
  • 05.12.2012
  • 1
  • 224
  • Schriften zum Luft- und Weltraumrecht
  • Hardcover
  • 05.12.2012
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