Audit Committees (AHW 183)

Audit Committees (AHW 183)

von Dr. Christina Maushake

Prüfungsausschüsse im US-amerikanischen und deutschen Recht
1. Auflage 2009
692 Seiten, Hardcover
Carl Heymanns Verlag

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Diese Arbeit wurde von der Universität Bonn bei dem von der Foris AG geförderten Wettbewerb und in diesem Jahr erstmals verliehenen »Foris-Preis« mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Prüfungsausschüsse stehen spätestens seit Anfang dieses Jahrhunderts auf der rechtspolitischen, unternehmenspraktischen und wissenschaftlichen Agenda. In Reaktion auf skandalöse Rechnungslegungsbetrugsfälle ergingen auch hierzulande Regelungen, die die Einrichtung solcher Ausschüsse nahelegen. Unternehmen waren und sind daher berufen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob ein Prüfungsausschuss in ihrem Unternehmen hilfreich sein kann. Der Wissenschaft obliegt es, dieses aktuelle Thema in Bezug auf die Problemfelder näher unter die akademische Lupe zu nehmen. Rechtspraktisch lässt sich ein weltweit steigender Trend zur Einrichtung solcher Ausschüsse vermerken.

Die Vorteile der Einrichtung eines solchen Ausschusses stehen außer Frage, seine Sinnhaftigkeit wird nicht mehr grundsätzlich in Zweifel gezogen. Die Diskussion hat sich insofern eher auf die Frage verlagert, welche Ausgestaltung einer möglichst effektiven Arbeit zuträglich ist und damit zur Erreichung der Ausschusszwecke führt. Dem widmet sich auch die Dissertation. Sie unternimmt es, den Prüfungsausschuss im Kontext der verschiedenen Regelungsschichten darzustellen, Zweckmäßigkeitserwägungen an seine Ausgestaltung heranzutragen und Lösungen sich ergebender Einzelprobleme zu finden, die sich zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenfügen. Dabei sucht sie insbesondere rechtsvergleichende Orientierung, blendet diese jedoch aus, wenn nationale Besonderheiten den Weg verbauen. Soweit das Thema rechtspraktisch zu grenzüberschreitenden Fragen führt, wie sie insbesondere durch ein Listing deutscher Gesellschaften an US-amerikanischen Börsen entstehen können, enthält sich die Arbeit jeglicher untersuchenden Stellungnahme – Fragen, die nicht unmittelbar die Rechtslage in den USA oder in Deutschland betreffen, sind ausgeklammert.

Für den Rechtsvergleich mit den USA nimmt die Untersuchung des Gesellschaftsrechts lediglich das Modellgesetz Revised Model Business Corporation Act (RMBCA) sowie die wichtigste Gesellschaftsrechtsordnung, Delaware (Delaware General Corporation Law – DGCL), plus zwei weitere Statute wichtiger Bundesstaaten, nämlich New York (New York Business Corporation Law – NYBCL) und Kalifornien (California General Corporation Law – CGCL), in den Blick. Der Tatsache Rechnung tragend, dass die Börsen in den USA teilweise die Rolle eines Ersatzgesetzgebers übernehmen, wurden auch die Listingbedingungen der New York Stock Exchange (NYSE), der American Stock Exchange (AMEX) und jene des National Association of Securities Dealers Automated Quotation System (Nasdaq) in die Analyse einbezogen. Im Hinblick auf deutsches Recht betrachtet die Arbeit lediglich die Situation in unverbundenen Aktiengesellschaften. Insgesamt wird jedoch ein umfassendes Gesamtbild des Ausschusses gezeichnet.

Das Audit Committee birgt, und das macht es zu einem der interessantesten Phänomene gegenwärtiger Wirtschafts-Rechtskultur, eine ganze Kompilation jüngst näher beleuchteter gesellschafts- und kapitalmarktrechtlicher Kuriositäten. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf seinen Charakter als Rechtstransplantat oder hinsichtlich seiner Beispielhaftigkeit für skandalgetriebene Regulierung, sondern erweist sich auch an seinen Annäherungswirkungen zwischen dem onetier- und dem two-tier-Modell. Zudem steht das Audit Committee im Schnittfeld von ganz unterschiedlichen Strömungen, Ansätzen und Forschungs- bzw. Regelungsfeldern. Neben dem Abschlussprüfer wird ihm inzwischen eine der wichtigsten Schlüsselrollen dabei zugesprochen, die Richtigkeit der Rechnungslegung zu gewährleisten. Zunächst erfolgt daher eine Einordnung des Audit Committees in größere Zusammenhänge, bevor die Regelungen und Stellgrößen im Einzelnen – zunächst für das US-amerikanische und dann, unter Zugrundelegung der gewonnenen Erkenntnisse, für das deutsche Recht – auseinanderdividiert werden.

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Kurzinformationen
  • Carl Heymanns Verlag
  • 978-3-452-27221-8
  • 09.11.2009
  • 1
  • 692
  • Abhandlungen zum deutschen und europäischen Handels- und Wirtschaftsrecht
  • 183
  • Hardcover
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