Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

von Klaus Adomeit / Jochen Mohr

2. Auflage 2011
1020 Seiten
Boorberg

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Beschreibung:
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), mit dem der deutsche Gesetzgeber im Jahr 2006 das Antidiskriminierungsrecht erstmals umfassend kodifiziert hat, entfaltet seine Wirkungen in allen Bereichen des Arbeitsrechts: Von der Stellenausschreibung über das Bewerbungsverfahren, die Einstellung und die Erfüllung der arbeitsvertraglichen Leistungspflichten bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses verbietet das Gesetz eine Benachteiligung aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Auch im Bereich des Privatrechts gewinnt das Recht der Nichtdiskriminierung zunehmend an Bedeutung, wie jüngst die spektakuläre Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Notwendigkeit von »Unisex-Tarifen« in Privatversicherungen zeigt (EuGH, Urteil vom 1.3.2011 - C-236/09 - Test-Achats).

Das AGG gilt außerdem für alle Angestellten und Beamten des Bundes, der Länder und Gemeinden sowie für Richter des Bundes und der Länder unter Berücksichtigung ihrer besonderen Rechtsstellung. Bei der Interpretation müssen die Ziele des AGG mit der Gemeinwohlverpflichtung des öffentlichen Dienstes zu einer sachgerechten und kontinuierlichen Erfüllung öffentlicher Aufgaben in Einklang gebracht werden.

Knapp fünf Jahre nach Inkrafttreten des AGG lässt sich unter dem Aspekt der praktischen Bedeutung des Gesetzes Bilanz ziehen. Es ist eine Fülle an richterlichen Entscheidungen ergangen. Den Gerichten stellen sich immer neue Rechtsfragen, die dogmatisch einzuordnen und zu lösen sind.

Der »Adomeit/Mohr« ist der umfassende Kommentar zum AGG und zu anderen arbeitsrechtlichen Diskriminierungsverboten. Die beiden Autoren kommentieren in der 2. Auflage die zahlreiche aktuelle Rechtsprechung des EuGH zu den europäischen Diskriminierungsverboten sowie des BAG und der Instanzgerichte zum AGG. Sie verarbeiten die umfangreiche Literatur, beantworten Rechtsfragen für die Unternehmenspraxis und zeigen Gefahren und Rechtsfolgen beim Umgang mit Diskriminierungsverboten auf. Der Kommentar macht außerdem deutlich, wie das AGG als Schutzinstrument für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer optimal einsetzbar ist.

Erstmals mit dieser Auflage erscheint der Kommentar als context Kommentar und zudem in einer Online-Ausgabe, die viermal jährlich aktualisiert wird. Die Online-Ausgabe enthält neben den zugrunde liegenden europäischen Richtlinien auch die maßgeblichen nationalen Vorschriften. Die zitierten Entscheidungen sind im Volltext hinterlegt und mit dem gedruckten Werk über die EasyLink-Funktion eng verknüpft. Der Nutzer kann - je nach Arbeitsweise - den gedruckten context Kommentar parallel zur Online-Fassung verwenden oder sich für eines der Arbeitsmittel entscheiden.

Bezieher des Printkommentars erhalten ohne Zusatzkosten einen einjährigen Bonuszugang zum Online-Dienst AGG-context 2.

Autor(en):
Universitätsprofessor i. R. Dr. Klaus Adomeit lehrt Arbeitsrecht, Rechtstheorie und Bürgerliches Recht an der Freien Universität Berlin. Er setzt sich seit vielen Jahren kritisch mit dem Arbeits- und Zivilrecht auseinander. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen das gemeinsam mit Peter Hanau herausgegebene Lernbuch »Arbeitsrecht«, 14. Auflage, 2007, sowie »Die Agenda 2010 und das Arbeitsrecht«, 2004. Im Jahre 1994 erhielt Klaus Adomeit den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik. Er war Gründungspräsident und ist Ehrenmitglied der dt.-span. Juristenvereinigung. Im Jahr 2008 erschien eine Festschrift mit dem Titel »Gegen den Strich«.

Dr. Jochen Mohr ist Habilitand am Institut für deutsches und europäisches Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Regulierungsrecht an der Freien Universität Berlin (bei Professor Dr. iur. Dr. rer. pol. Dr. h.c. Franz Jürgen Säcker). Er ist außerdem als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht in einer wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Anwaltskanzlei in Dresden tätig. Seine Dissertation über den »Schutz vor Diskriminierungen im Europäischen Arbeitsrecht« wurde mit dem Europapreis 2002 des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller e.V. und der sechs beteiligten Hochschulen aus Berlin und Brandenburg ausgezeichnet. Herr Dr. Mohr ist Autor einer Vielzahl von Veröffentlichungen zum Recht der Nichtdiskriminierung.

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Kurzinformationen
  • Boorberg
  • 9783415046566
  • 26.09.2011
  • 2
  • 1020
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